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28. März 2020 ab 21 Uhr in Böblingen - Infos folgen!
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Polarnacht in Böblingen - 28. März 2020
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Thabilé – die warme Stimme Südafrikas

Station 17 - St. Bonifatius Kirche

Die Frau hat Bühnenpräsenz. Und die Frau hat etwas zu erzählen. Thabilé nimmt das Publikum mit auf eine musikalische Reise in die Heimat ihrer Jugend, nach Südafrika. Mit dem warmen Timbre ihrer Stimme vermittelte sie ihren Zuhörern in jedem ihrer Songs eine unglaublich positive und authentische Ausstrahlung. Auch deshalb, weil sie sich nicht scheut, in ihren Liedtexten Probleme anzusprechen.
Längst hat die 30-jährige Sängerin ihr Township verlassen. Sie hatte Ehrgeiz, kam über ein Wirtschaftsstudium ins Ausland und über Umwege schließlich nach Stuttgart, wo sie 2014 ihren kongolesischen Produzenten und Bandleader Steve Bimamisa kennenlernte. Und hier hat sie gespürt, dass das „Echo“ immer noch da ist, dass fast alle ihrer bisherigen Songtexte über ihre alte Heimat handeln. Also sind sie nach Südafrika geflogen, um sich vor Ort inspirieren zu lassen. Nicht zuletzt von Thabilés Mutter, die selbst Gospelsängerin ist und früher mit dem bekannten „Soweto Teachers Choir“ auf internationalen Tourneen unterwegs war. Sie war es auch, die ihrer Tochter schon früh die Liebe zur Musik vermittelte.

Treibende Rhythmen und eine gehörige Portion Soul

Und diese Liebe ist geblieben: Zurück in Stuttgart, haben sie sich ein Jahr lang in Steve Bimamisas Studio zurückgezogen, haben sich genügend Zeit genommen, um an Texten zu feilen und Songs zu kreieren, die musikalisch höchst komplex und gleichzeitig sehr abwechslungsreich daherkommen. Entstanden ist eine Mischung aus Jazz, Latin, afrikanischen Traditionels und einer gehörigen Portion Soul, der ja teils auch in Afrika seine Wurzeln hat. Die Arrangements sind geprägt vom Einsatz unterschiedlicher Instrumente, von Perkussionseinlagen und überraschenden Tempowechseln, oft unterlegt von treibenden Rhythmen, auf die wieder ruhigere Passagen folgen. Und über allem schwebt der Schmelz von Thabilés warmer Stimme. Die Band um die Sängerin verpackt die unterschiedlichen Einflüsse und Stilrichtungen gekonnt in ein mitreißendes Soundpaket.

„Alle Kunst muss ein Ziel haben“

„Ich wollte schon immer etwas von meinem Leben in Südafrika aufschreiben und die Musik gibt mir nun die Möglichkeit, dies umzusetzen“, erklärt Thabilé . Ihre Lieder singt sie überwiegend auf Englisch, streut aber auch afrikanische Textzeilen ein: Xhosa, Zulu und Lingála heißen die Sprachen aus Südafrika und dem Kongo. Auch das ist authentisch. Ihre Heimatstadt Soweto galt als Synonym für den schwarzen Widerstand während der Apartheid. Das hat sie geprägt. Wiegenlieder sind nicht ihr Ding. Thabilé setzt Statements gegen Rassismus, gegen Armut, gegen Missbrauch „Alle Kunst muss ein Ziel haben“, sagt sie, „nicht nur einfach Tralala“. Dennoch klingt aus allen Songs die Freude am Leben, an der Musik und am Tanzen durch. Und getanzt werden darf gerne. Dazu fordert Thabilé auch schon mal ganz ungezwungen während ihrer Konzerte auf. Nicht zuletzt die Nähe der sympathischen Sängerin zu ihrem Publikum macht ihre Auftritte zu Events, die im Gedächtnis bleiben.

Am 6. April 2019 zur Polarnacht live in Böblingen.

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